Coaching-Vertrag

Dienstvertrag für Business-, Life- oder Online-Coaching mit klar definiertem Leistungsumfang.

In 30 Sekunden zur unterschriebenen PDF

Vorlage als PDF laden, Felder anpassen und direkt digital unterschreiben — kostenlos, ohne Registrierung.

Der Coaching-Vertrag im Wortlaut

Unverbindliches Muster · grüne Felder = Platzhalter

COACHING-VERTRAG

zwischen

{{coach_name}}

Adresse Coach

(nachfolgend "Coach")

und

{{client_name}}

Adresse Klient:in

(nachfolgend "Klient:in")

§ 1 Gegenstand des Coachings

Der Coach begleitet die Klient:in zum Thema: Coaching-Thema / Ziele

Das Coaching dient der persönlichen und beruflichen Entwicklung und ersetzt keine Therapie, Rechts- oder Steuerberatung.

§ 2 Leistungsumfang

Der Coach erbringt insgesamt Anzahl Sessions Sessions zu je Dauer pro Session (Minuten) Minuten. Die Sessions finden nach Vereinbarung persönlich oder per Videokonferenz statt.

§ 3 Honorar und Zahlung

Das Gesamthonorar beträgt Gesamthonorar (EUR) EUR inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer, sofern ausweispflichtig. Die Zahlung erfolgt vor Beginn der ersten Session oder in vereinbarten Raten.

§ 4 Termine und Absagen

Vereinbarte Termine sind verbindlich. Eine kostenfreie Absage oder Verschiebung ist bis spätestens 24 Stunden vor dem Termin möglich. Bei späterer Absage gilt die Session als erbracht.

§ 5 Mitwirkung

Die Klient:in verpflichtet sich zur aktiven Mitarbeit und ist für die Umsetzung der besprochenen Inhalte selbst verantwortlich.

§ 6 Vertraulichkeit

Alle Gesprächsinhalte werden vom Coach streng vertraulich behandelt und nicht ohne ausdrückliche Zustimmung an Dritte weitergegeben.

§ 7 Laufzeit und Start

Das Coaching beginnt am Startdatum und endet mit der letzten Session oder nach einvernehmlichem Abschluss.

§ 8 Schlussbestimmungen

Änderungen bedürfen der Schriftform. Es gilt deutsches Recht.

Ort, den Datum

Kein Copy-&-Paste nötig: Felder unten ausfüllen → fertige PDF laden → direkt digital unterschreiben (lassen). Kostenlos, ohne Kreditkarte. Muster ohne Rechtsberatung — Details im Hinweis unten.

Vertrag ausfüllen

Kostenlos. Keine Kreditkarte. Direkt digital unterschreibbar.

Ein Coaching-Vertrag schafft Klarheit über Umfang, Honorar und Spielregeln — und schützt dich vor den drei häufigsten Konflikten im Coaching-Geschäft: kurzfristigen Absagen, Erwartungen an einen garantierten Erfolg und der Frage, ob Coaching nicht doch Therapie war. Die Vorlage ist ein Dienstvertrag für Sessions-Pakete und wird im Normalfall per Link unterschrieben, bevor die erste Sitzung beginnt.

Zuletzt fachlich geprüft: 02. September 2026

Wann du diese Vorlage brauchst

Die Vorlage passt für Business-Coaches, Karriere- und Life-Coaches, Mentoren und Trainer, die eine feste Anzahl von Sessions zu einem Gesamthonorar anbieten — persönlich oder per Video. Sie ist als Dienstvertrag nach § 611 BGB angelegt: Du schuldest die professionelle Begleitung, nicht ein bestimmtes Ergebnis. Genau diese Einordnung ist der rechtliche Kern des Coachings und sollte in keinem Vertrag fehlen.

Nicht geeignet ist die Vorlage für Gruppenprogramme mit AGB-Charakter, für Online-Kurse ohne persönliche Betreuung oder für Angebote mit heilkundlichem Anspruch. Dazu gleich mehr.

Das regeln die acht Paragrafen der Vorlage

Die Klauseln sind auf die typischen Streitpunkte im Coaching zugeschnitten:

  • § 1 Gegenstand: Thema des Coachings plus der ausdrückliche Hinweis, dass Coaching keine Therapie, Rechts- oder Steuerberatung ersetzt. Diese Abgrenzung ist mehr als Formsache — sie hält dich aus dem Anwendungsbereich des Heilpraktikergesetzes und der Rechtsdienstleistung heraus.
  • § 2 Leistungsumfang: Anzahl und Dauer der Sessions, Format persönlich oder per Video. Lege fest, ob Nachrichten zwischen den Sessions inklusive sind, sonst entsteht Streit über „mal kurz eine Frage“.
  • § 3 Honorar und Zahlung: Gesamthonorar inklusive Umsatzsteuer, Zahlung vor der ersten Session oder in Raten. Vorkasse ist im Coaching üblich und schützt dich vor Zahlungsausfällen. Bist du Kleinunternehmer nach § 19 UStG, passe den Umsatzsteuer-Hinweis an.
  • § 4 Termine und Absagen: Kostenfreie Absage bis 24 Stunden vorher, danach gilt die Session als erbracht. Grundlage ist § 615 BGB (Annahmeverzug): Bietest du die Leistung an und der Klient nimmt sie nicht wahr, behältst du den Vergütungsanspruch. Eine 24-Stunden-Frist gilt allgemein als angemessen; deutlich längere Fristen oder Gebühren über dem Honorar wären angreifbar.
  • § 5 Mitwirkung: Der Klient ist für die Umsetzung selbst verantwortlich. Diese Klausel stützt die Einordnung als Dienstvertrag und wehrt Erfolgshaftung ab.
  • § 6 Vertraulichkeit: Anders als Ärzte oder Anwälte unterliegen Coaches keiner gesetzlichen Schweigepflicht nach § 203 StGB. Die vertragliche Vertraulichkeitszusage ist daher die einzige Grundlage — und ein starkes Vertrauensargument gegenüber Klienten.
  • § 7 Laufzeit: Beginn und Ende mit der letzten Session. Ergänze bei Paketen eine Frist, bis wann die Sessions abgerufen sein müssen (etwa sechs Monate), sonst bleiben halb genutzte Pakete jahrelang offen.
  • § 8 Schlussbestimmungen: Schriftformklausel für Änderungen und deutsches Recht.

Kein Erfolgsversprechen, kein Heilversprechen

Werbeaussagen wie „Verdopple dein Einkommen in 90 Tagen“ oder „Garantiert angstfrei“ verwandeln den Dienstvertrag in der Wahrnehmung des Klienten in ein Erfolgsversprechen — und im schlimmsten Fall in ein Werkvertragselement, aus dem Rückforderungen und Schadensersatz abgeleitet werden. Halte Vertrag und Marketing konsistent: Du begleitest, der Klient setzt um.

Noch wichtiger ist die Grenze zur Heilkunde. Wer psychische Erkrankungen behandelt, Diagnosen stellt oder Linderung von Krankheitssymptomen verspricht, übt Heilkunde aus und braucht dafür nach § 1 Heilpraktikergesetz eine Erlaubnis. Coaching richtet sich an gesunde Menschen mit Entwicklungszielen. § 1 der Vorlage hält das fest; in der Praxis bedeutet es auch, Klienten mit erkennbarem Therapiebedarf an Fachleute zu verweisen.

Widerrufsrecht bei privaten Klienten

Schließt du den Vertrag mit einem Verbraucher per E-Mail, Videocall, Online-Formular oder Signatur-Link, liegt ein Fernabsatzvertrag vor. Der Klient hat dann ein 14-tägiges Widerrufsrecht nach § 312g BGB, über das du belehren musst. Ohne Belehrung verlängert sich die Frist auf zwölf Monate und 14 Tage.

Soll das Coaching schon innerhalb der Widerrufsfrist beginnen, lass dir das ausdrücklich bestätigen. Dann schuldet der Klient bei einem späteren Widerruf Wertersatz für die bereits erbrachten Sessions (§ 357a BGB), statt das gesamte Honorar zurückzubekommen. Bei Unternehmern als Klienten — etwa beim Business-Coaching für Geschäftsführer — gibt es kein Widerrufsrecht.

Typische Fehler in Coaching-Verträgen

Diese Punkte führen in der Praxis am häufigsten zu Ärger:

  • Pakete ohne Abruffrist — Sessions werden Jahre später eingefordert, zu alten Preisen.
  • Keine Absageregel — der Kalender ist blockiert, die Session fällt aus, das Honorar entfällt.
  • Vertrag erst nach der ersten Session — die Vorkasse fehlt, die Bedingungen sind ungeklärt, Widerrufsfristen laufen unklar.
  • Fehlende Widerrufsbelehrung bei privaten Klienten — monatelange Rückforderungsmöglichkeit.
  • Erfolgsgarantien im Marketing, die im Vertrag nicht stehen — das Werbeversprechen wird zum Vertragsinhalt.
  • Vertraulichkeit nur mündlich versprochen — ohne Klausel gibt es keine belastbare Grundlage.

Digital unterschreiben: vor der ersten Session, in einer Minute

Der Coaching-Vertrag ist formfrei, die einfache elektronische Signatur nach eIDAS reicht aus. Der beste Zeitpunkt ist direkt nach dem Kennenlerngespräch: Vorlage ausfüllen, Signatur-Link per E-Mail oder WhatsApp senden, der Klient unterschreibt am Handy — ohne Konto, ohne Ausdrucken. Beide Seiten erhalten das PDF mit Audit-Trail; das automatische Nachfassen erinnert, falls die Unterschrift liegen bleibt. So startet das Coaching mit klaren Regeln und bezahltem Honorar, nicht mit offenen Fragen.

So verwendest du den Coaching-Vertrag

  1. 1

    Felder ausfüllen

    Tragen Sie die Angaben zu den Vertragsparteien und zum Coaching-Vertrag in das Formular ein.

  2. 2

    Vorschau prüfen

    Sie erhalten sofort eine PDF-Vorschau. Prüfen Sie alle Angaben auf Richtigkeit.

  3. 3

    Digital unterschreiben lassen

    Sie senden einen Signatur-Link, die Gegenseite unterschreibt am Handy — rechtssicher nach eIDAS, ohne eigenes Konto für den Empfänger. Zum Versenden benötigen Sie ein KiwiSign-Konto mit Plan ab 19 €/Monat (30 Tage Geld-zurück-Garantie).

  4. 4

    Herunterladen oder teilen

    Die fertige PDF mit Audit-Trail steht sofort zum Download bereit oder kann per Link an die Gegenseite geschickt werden.

Bereit, den Coaching-Vertrag zu unterschreiben?

Ein Klick — wir erstellen die PDF und öffnen den Signier-Flow.

Ist dieser Vertrag digital unterschrieben rechtsgültig? →

Häufig gestellte Fragen

Ist ein Coaching-Vertrag ein Dienst- oder Werkvertrag?
Ein Dienstvertrag nach § 611 BGB. Du schuldest die professionelle Begleitung, nicht einen bestimmten Erfolg. Deshalb gehören Erfolgsgarantien weder in den Vertrag noch ins Marketing — sie würden die Einordnung untergraben.
Darf ich bei kurzfristiger Absage das volle Honorar berechnen?
Ja, wenn der Vertrag das klar regelt und die Frist angemessen ist. Die Vorlage sieht eine kostenfreie Absage bis 24 Stunden vor dem Termin vor; danach gilt die Session als erbracht. Rechtliche Grundlage ist der Annahmeverzug nach § 615 BGB.
Haben private Klienten ein Widerrufsrecht?
Ja, wenn der Vertrag per E-Mail, Videocall, Online-Formular oder Signatur-Link geschlossen wird (Fernabsatz, § 312g BGB): 14 Tage, bei fehlender Belehrung zwölf Monate und 14 Tage. Lass dir bestätigen, dass das Coaching sofort beginnen soll, dann steht dir bei Widerruf Wertersatz für erbrachte Sessions zu.
Wo liegt die Grenze zwischen Coaching und Therapie?
Coaching begleitet gesunde Menschen bei Entwicklungszielen. Diagnosen, die Behandlung psychischer Erkrankungen oder das Versprechen, Symptome zu lindern, sind Heilkunde und brauchen eine Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz. § 1 der Vorlage grenzt das ausdrücklich ab — verweise Klienten mit Therapiebedarf an Fachleute.

Ähnliche Vorlagen

Weitere kostenlose Vertragsvorlagen, die für Sie interessant sein könnten.

Rechtlicher Hinweis

Alle Vorlagen auf KiwiSign dienen ausschließlich als unverbindliche Muster und stellen keine Rechtsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) dar. Die Vorlagen ersetzen nicht die individuelle Beratung durch einen Rechtsanwalt, Steuerberater oder andere fachkundige Personen.

Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Muster wird keine Gewähr übernommen. Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung. Wir empfehlen, jedes Dokument vor der Verwendung von einer fachkundigen Person prüfen zu lassen, insbesondere bei rechtlich oder finanziell bedeutsamen Angelegenheiten.