Freelancer-Vertrag
Dienstvertrag für selbstständige Freiberufler:innen mit Stundensatz oder Pauschale.
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Der Freelancer-Vertrag im Wortlaut
Unverbindliches Muster · grüne Felder = PlatzhalterFREELANCER-VERTRAG
zwischen
{{client_name}}
Adresse Auftraggeber
(nachfolgend "Auftraggeber")
und
{{freelancer_name}}
Adresse Freelancer
(nachfolgend "Freelancer")
§ 1 Vertragsgegenstand
Der Freelancer erbringt für den Auftraggeber folgende Leistungen: Beschreibung der Leistungen
Der Freelancer ist bei der Ausführung der Leistungen in der Wahl von Zeit, Ort und Art der Tätigkeit frei, soweit nicht ausdrücklich Abweichendes vereinbart ist.
§ 2 Unabhängigkeit
Der Freelancer ist selbstständig tätig und nicht in den Betrieb des Auftraggebers eingegliedert. Es besteht kein Arbeitsverhältnis. Der Freelancer ist für die Abführung von Steuern und Sozialabgaben selbst verantwortlich.
§ 3 Vergütung
Der Freelancer erhält ein Honorar in Höhe von Stundensatz in EUR (netto) EUR netto pro Arbeitsstunde zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Die Abrechnung erfolgt monatlich nach Vorlage eines Tätigkeitsnachweises.
§ 4 Laufzeit
Der Vertrag beginnt am Vertragsbeginn. Er kann von beiden Seiten mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende ordentlich gekündigt werden.
§ 5 Nutzungsrechte
Der Freelancer räumt dem Auftraggeber an den im Rahmen dieses Vertrages erstellten Arbeitsergebnissen die zur vertragsgemäßen Nutzung erforderlichen ausschließlichen Nutzungsrechte ein.
§ 6 Verschwiegenheit
Der Freelancer verpflichtet sich, alle ihm bekannt werdenden Informationen des Auftraggebers vertraulich zu behandeln, auch über das Ende des Vertrages hinaus.
§ 7 Schlussbestimmungen
Änderungen bedürfen der Schriftform. Es gilt deutsches Recht.
Ort, den Datum
Kein Copy-&-Paste nötig: Felder unten ausfüllen → fertige PDF laden → direkt digital unterschreiben (lassen). Kostenlos, ohne Kreditkarte. Muster ohne Rechtsberatung — Details im Hinweis unten.
Ein Freelancer-Vertrag regelt, was du lieferst, was du dafür bekommst und wem die Ergebnisse gehören — und er ist dein wichtigster Schutz gegen den Vorwurf der Scheinselbstständigkeit. Diese Vorlage ist ein Dienstvertrag auf Stundenbasis, formfrei und daher in Minuten digital unterschrieben. Was du vor dem Versenden wissen solltest, steht hier.
Zuletzt fachlich geprüft: 02. September 2026
Wann du diese Vorlage brauchst
Die Vorlage passt für alle, die als Selbstständige auf Zeit- oder Stundenbasis für Auftraggeber arbeiten: Entwickler, Designer, Texter, Berater, virtuelle Assistenzen, Interims-Fachkräfte. Sie ist aus Sicht des Freelancers formuliert, funktioniert aber genauso, wenn du als Unternehmen einen Freelancer beauftragst — dann sendest du sie einfach zum Unterschreiben an die andere Seite.
Wichtig ist die Abgrenzung zum Werkvertrag: Bei dieser Vorlage schuldest du deine Tätigkeit (Dienstvertrag, § 611 BGB), nicht einen bestimmten Erfolg. Soll ein fertiges Werk mit Abnahme geschuldet sein — eine Website zum Festpreis, ein fertiges Logo, ein Gutachten — ist der Werkvertrag nach § 631 BGB das passendere Muster, weil dort Abnahme, Mängelrechte und Gewährleistung geregelt sind.
Das regeln die sieben Paragrafen der Vorlage
Jede Klausel erfüllt eine konkrete Funktion — und mehrere davon dienen ausdrücklich der Abgrenzung zum Arbeitsverhältnis:
- § 1 Vertragsgegenstand: Beschreibt die Leistung und stellt klar, dass du in Zeit, Ort und Art der Ausführung frei bist. Diese Freiheit ist das zentrale Merkmal echter Selbstständigkeit.
- § 2 Unabhängigkeit: Keine Eingliederung in den Betrieb, kein Arbeitsverhältnis, eigene Verantwortung für Steuern und Sozialabgaben. Die Klausel allein schützt nicht, wenn die Praxis anders aussieht — sie dokumentiert aber den gemeinsamen Willen.
- § 3 Vergütung: Stundensatz netto zuzüglich Umsatzsteuer, monatliche Abrechnung nach Tätigkeitsnachweis. Bist du Kleinunternehmer nach § 19 UStG, streiche den Umsatzsteuer-Zusatz und ergänze den entsprechenden Hinweis auf der Rechnung.
- § 4 Laufzeit: Unbefristet mit zwei Wochen Kündigungsfrist zum Monatsende. Das ist kürzer als die gesetzlichen Fristen des § 621 BGB und gibt beiden Seiten Flexibilität; für längere Projekte kannst du eine Mindestlaufzeit ergänzen.
- § 5 Nutzungsrechte: Der Auftraggeber erhält die ausschließlichen Nutzungsrechte an den Arbeitsergebnissen, soweit sie für den Vertragszweck nötig sind (§ 31 UrhG). Willst du Ergebnisse weiterverwenden — etwa Code-Bibliotheken oder Portfolio-Nutzung — muss das hier ausdrücklich hinein.
- § 6 Verschwiegenheit: Vertraulichkeit auch nach Vertragsende. Für sensible Projekte kann zusätzlich eine eigene Geheimhaltungsvereinbarung sinnvoll sein.
- § 7 Schlussbestimmungen: Schriftformklausel für Änderungen und deutsches Recht. Die Schriftformklausel ist eine Vertragsvereinbarung, keine gesetzliche Form — der Vertrag selbst bleibt formfrei.
Scheinselbstständigkeit: die Kriterien, auf die es wirklich ankommt
Ob jemand selbstständig oder abhängig beschäftigt ist, entscheidet nicht die Überschrift des Vertrags, sondern die tatsächliche Durchführung. Nach § 7 Abs. 1 SGB IV sind die Anhaltspunkte für eine Beschäftigung die Weisungsgebundenheit und die Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Auftraggebers. Die Deutsche Rentenversicherung und die Sozialgerichte betrachten das Gesamtbild.
Für Selbstständigkeit sprechen: eigene Betriebsmittel, freie Zeiteinteilung, mehrere Auftraggeber, eigenes unternehmerisches Risiko, eigener Marktauftritt, keine Pflicht zur Anwesenheit im Büro. Für abhängige Beschäftigung sprechen: feste Arbeitszeiten, Anwesenheitspflicht, Weisungen zur Art der Ausführung, Urlaubsabstimmung, Firmen-E-Mail-Adresse und Einbindung in Teams wie ein Angestellter.
Die Folgen einer festgestellten Scheinselbstständigkeit treffen vor allem den Auftraggeber: Nachzahlung der gesamten Sozialversicherungsbeiträge für bis zu vier Jahre, bei Vorsatz bis zu dreißig Jahre, dazu das Strafbarkeitsrisiko nach § 266a StGB. Bei Unsicherheit lässt sich der Status vorab verbindlich im Statusfeststellungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung Bund klären (§ 7a SGB IV).
Was in der Vorlage bewusst fehlt — und wann du es ergänzen solltest
Die Vorlage ist schlank gehalten, damit sie für den Standardfall sofort einsetzbar ist. Für größere Projekte lohnen sich Ergänzungen:
- Haftungsbegrenzung: Ohne Regelung haftest du unbegrenzt für Schäden aus Pflichtverletzungen. Üblich ist eine Begrenzung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie ein Haftungsdeckel in Höhe des Auftragswerts — eine Berufshaftpflicht ergänzt das.
- Zahlungsziel und Verzug: Gesetzlich tritt Verzug spätestens 30 Tage nach Rechnungszugang ein (§ 286 Abs. 3 BGB). Ein kürzeres Zahlungsziel von 14 Tagen ist bei Freelancern üblich und sollte explizit vereinbart werden.
- Spesen und Reisekosten: Sind sie im Stundensatz enthalten oder werden sie gesondert erstattet?
- Vertretung und Subunternehmer: Darfst du Teile der Leistung delegieren? Das Recht dazu ist übrigens ein Indiz für echte Selbstständigkeit.
- Wettbewerbsverbot: Verlangt der Auftraggeber Exklusivität, spricht das gegen Selbstständigkeit und sollte gut überlegt sein — und wenn, dann nur gegen Ausgleich.
Digital unterschreiben: ja, und zwar per Link
Der Freelancer-Vertrag ist formfrei; er wäre sogar mündlich wirksam. Eine einfache elektronische Signatur nach eIDAS reicht völlig und ist beweistechnisch besser als ein eingescanntes Papier, weil Zeitstempel, IP-Adresse und E-Mail-Verifikation im Audit-Trail dokumentiert werden.
Der übliche Ablauf: Vorlage ausfüllen, PDF prüfen, Signatur-Link an den Auftraggeber senden — per E-Mail oder WhatsApp. Er unterschreibt am Handy ohne eigenes Konto, beide Seiten erhalten das signierte PDF. Reagiert er nicht, erinnert KiwiSign automatisch. Gerade vor Projektstart ist Geschwindigkeit entscheidend: Ein Vertrag, der in zwei Minuten unterschrieben ist, wird unterschrieben; einer, der ausgedruckt werden muss, bleibt liegen.
So verwendest du den Freelancer-Vertrag
- 1
Felder ausfüllen
Tragen Sie die Angaben zu den Vertragsparteien und zum Freelancer-Vertrag in das Formular ein.
- 2
Vorschau prüfen
Sie erhalten sofort eine PDF-Vorschau. Prüfen Sie alle Angaben auf Richtigkeit.
- 3
Digital unterschreiben lassen
Sie senden einen Signatur-Link, die Gegenseite unterschreibt am Handy — rechtssicher nach eIDAS, ohne eigenes Konto für den Empfänger. Zum Versenden benötigen Sie ein KiwiSign-Konto mit Plan ab 19 €/Monat (30 Tage Geld-zurück-Garantie).
- 4
Herunterladen oder teilen
Die fertige PDF mit Audit-Trail steht sofort zum Download bereit oder kann per Link an die Gegenseite geschickt werden.
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Ein Klick — wir erstellen die PDF und öffnen den Signier-Flow.