Kündigung Arbeitsvertrag (Arbeitnehmer)

Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer mit Einhaltung der gesetzlichen oder vertraglichen Kündigungsfrist.

In 30 Sekunden zur unterschriebenen PDF

Vorlage als PDF laden, Felder anpassen und direkt digital unterschreiben — kostenlos, ohne Registrierung.

Der Kündigung Arbeitsvertrag (Arbeitnehmer) im Wortlaut

Unverbindliches Muster · grüne Felder = Platzhalter

KÜNDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES

{{employee_name}}

Adresse Arbeitnehmer

An

{{employer_name}}

Adresse Arbeitgeber

Ort, den Datum

---

Betreff: Ordentliche Kündigung meines Arbeitsverhältnisses

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich das zwischen mir und Name Arbeitgeber bestehende Arbeitsverhältnis, begonnen am Eintrittsdatum, ordentlich und fristgerecht zum {{termination_date}}, hilfsweise zum nächstmöglichen Termin.

Die Kündigung erfolgt unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist gemäß § 622 BGB bzw. der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist.

Ich bitte Sie, mir den Erhalt dieser Kündigung sowie das Beendigungsdatum schriftlich zu bestätigen.

Ferner bitte ich um Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses gemäß § 109 GewO sowie um Auszahlung etwaiger Restansprüche (Resturlaub, anteiliges Weihnachtsgeld, Überstundenguthaben) mit der letzten Gehaltsabrechnung.

Bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses stehe ich selbstverständlich zur ordnungsgemäßen Übergabe meiner Aufgaben zur Verfügung.

Bitte senden Sie mir alle relevanten Unterlagen (Lohnsteuerbescheinigung, Sozialversicherungsnachweis, Arbeitsbescheinigung nach § 312 SGB III) an die oben genannte Adresse zu.

Mit freundlichen Grüßen

Kein Copy-&-Paste nötig: Felder unten ausfüllen → fertige PDF laden → direkt digital unterschreiben (lassen). Kostenlos, ohne Kreditkarte. Muster ohne Rechtsberatung — Details im Hinweis unten.

Vertrag ausfüllen

Kostenlos. Keine Kreditkarte. Direkt digital unterschreibbar.

Die Kündigung des eigenen Arbeitsvertrags ist einer der wenigen Fälle, in denen das Gesetz ausdrücklich Papier verlangt. Diese Vorlage liefert dir den rechtssicheren Text — unterschrieben wird aber mit dem Stift. Hier steht, worauf es bei Frist, Form und Zustellung ankommt, damit die Kündigung wirksam ist und du keine Sperrzeit riskierst.

Zuletzt fachlich geprüft: 02. September 2026

Wann du diese Vorlage brauchst

Die Vorlage ist für die ordentliche Eigenkündigung durch den Arbeitnehmer gedacht: Du hast einen unbefristeten oder befristeten Arbeitsvertrag und möchtest das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der Kündigungsfrist beenden — etwa weil du eine neue Stelle antrittst, dich selbstständig machst oder umziehst. Einen Grund musst du nicht nennen; anders als der Arbeitgeber brauchst du für eine ordentliche Kündigung keine Rechtfertigung.

Nicht geeignet ist die Vorlage für die außerordentliche (fristlose) Kündigung nach § 626 BGB, für einen Aufhebungsvertrag oder für die Kündigung durch den Arbeitgeber. Für diese Fälle findest du in der Vorlagen-Bibliothek eigene Muster.

Das regelt die Vorlage — Absatz für Absatz

Der Aufbau folgt dem, was Personalabteilungen und Arbeitsgerichte erwarten. Jeder Bestandteil hat einen Zweck:

  • Absender und Empfänger mit vollständiger Anschrift — damit eindeutig ist, wer wem kündigt. Der Arbeitgeber ist die im Arbeitsvertrag genannte Firma, nicht die Vorgesetzte persönlich.
  • Betreff „Ordentliche Kündigung“ — die Kündigungsart wird sofort klar; das vermeidet Rückfragen, ob eine fristlose Kündigung gemeint ist.
  • Eintrittsdatum und Kündigungstermin — das Eintrittsdatum ist nötig, weil sich Fristen nach der Betriebszugehörigkeit richten. Der Termin ist das Datum, zu dem das Arbeitsverhältnis endet.
  • „Hilfsweise zum nächstmöglichen Termin“ — die wichtigste Absicherung im ganzen Schreiben. Hast du dich bei der Frist verrechnet, bleibt die Kündigung wirksam und gilt zum nächsten zulässigen Termin, statt komplett ins Leere zu laufen.
  • Bitte um schriftliche Bestätigung — sie verschafft dir den Nachweis über Zugang und Enddatum.
  • Bitte um qualifiziertes Arbeitszeugnis nach § 109 GewO — auf das Zeugnis hast du einen gesetzlichen Anspruch; es gleich mit anzufordern spart eine spätere Runde.
  • Restansprüche und Unterlagen — Resturlaub, der nicht mehr genommen werden kann, ist nach § 7 Abs. 4 BUrlG abzugelten; Lohnsteuerbescheinigung und Arbeitsbescheinigung nach § 312 SGB III brauchst du für Finanzamt und Agentur für Arbeit.
  • Angebot zur ordentlichen Übergabe — kostet nichts, bewahrt das Verhältnis und wirkt sich auf das Zeugnis aus.

Kündigungsfrist richtig berechnen (§ 622 BGB)

Die gesetzliche Grundfrist für Arbeitnehmer beträgt nach § 622 Abs. 1 BGB vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats — und zwar unabhängig davon, wie lange du im Betrieb bist. Die verlängerten Fristen aus § 622 Abs. 2 BGB (bis zu sieben Monate) gelten nur für die Kündigung durch den Arbeitgeber. In einer vereinbarten Probezeit von höchstens sechs Monaten gilt eine Frist von zwei Wochen zu jedem beliebigen Tag (§ 622 Abs. 3 BGB).

Vorrang hat jedoch, was in deinem Arbeitsvertrag oder einem anwendbaren Tarifvertrag steht. Viele Verträge sehen längere Fristen vor, etwa drei Monate zum Quartalsende. Zulässig ist das, solange die Frist für dich nicht länger ist als für den Arbeitgeber (§ 622 Abs. 6 BGB). Prüfe deshalb zuerst deinen Vertrag, dann das Gesetz.

Entscheidend für den Fristbeginn ist der Zugang beim Arbeitgeber (§ 130 BGB), nicht das Datum auf dem Schreiben. Eine Kündigung, die am 3. des Monats im Briefkasten der Firma liegt, wirkt bei vierwöchiger Frist zum Monatsende erst zum Ende des Folgemonats, wenn der Monat weniger als vier Wochen Rest hat.

Schriftform ist Pflicht: Warum du hier nicht digital unterschreiben kannst

§ 623 BGB verlangt für die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses die Schriftform und schließt die elektronische Form ausdrücklich aus. Das bedeutet: eigenhändige Unterschrift auf Papier, und das Original muss dem Arbeitgeber zugehen. Eine Kündigung per E-Mail, als PDF-Scan, per WhatsApp oder mit elektronischer Signatur ist unwirksam — auch eine qualifizierte elektronische Signatur hilft hier nicht, weil das Gesetz die elektronische Form für diesen Fall gerade ausnimmt.

Deshalb ist der Ablauf mit dieser Vorlage bewusst anders als bei unseren übrigen Mustern: Du füllst die Felder aus, prüfst die PDF-Vorschau, druckst das Dokument aus und unterschreibst mit dem Stift. Den digitalen Signatur-Flow kannst du zum Vorbereiten nutzen — die rechtswirksame Unterschrift ist die auf dem Papier.

Für die Zustellung gilt: Am sichersten ist die persönliche Übergabe gegen Empfangsbestätigung (Kopie mit Datum und Unterschrift des Empfängers) oder der Einwurf durch einen Boten, der den Vorgang bezeugen kann. Beim Übergabe-Einschreiben riskierst du, dass niemand da ist und die Frist verstreicht; das Einwurf-Einschreiben ist die bessere Wahl, wenn du den Postweg nutzt.

Sperrzeit beim Arbeitslosengeld vermeiden

Wer selbst kündigt, ohne direkt eine neue Stelle zu haben, riskiert eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld I von bis zu zwölf Wochen (§ 159 SGB III). Die Agentur für Arbeit geht bei einer Eigenkündigung zunächst davon aus, dass du die Arbeitslosigkeit selbst herbeigeführt hast. Ausnahmen gibt es bei wichtigem Grund — zum Beispiel einer nachweislich zugesagten Anschlussstelle, gesundheitlichen Gründen mit Attest oder einem Umzug zur Familie.

Praktischer Rat: Wenn kein Anschlussjob steht, sprich vor der Kündigung mit der Agentur für Arbeit und lass dir die Gründe bestätigen. Melde dich außerdem spätestens drei Monate vor Vertragsende arbeitsuchend, sonst droht zusätzlich eine einwöchige Sperrzeit wegen verspäteter Meldung.

Typische Fehler, die eine Kündigung unwirksam machen

Die meisten Probleme entstehen nicht durch den Text, sondern durch Form und Zustellung:

  • Kündigung nur per E-Mail oder Messenger geschickt — unwirksam wegen § 623 BGB, die Frist läuft nicht an.
  • Unterschrift fehlt oder ist nur ein Kürzel — die Unterschrift muss den Namen erkennbar wiedergeben.
  • Falscher Kündigungstermin ohne „hilfsweise“-Zusatz — im schlimmsten Fall wird die Kündigung als unwirksam behandelt.
  • Zugang nicht nachweisbar — ohne Empfangsbestätigung oder Zeugen steht im Streit Aussage gegen Aussage.
  • Kündigung durch einen Dritten ohne Originalvollmacht — der Arbeitgeber kann sie nach § 174 BGB unverzüglich zurückweisen.
  • Resturlaub und Überstunden nicht angesprochen — Ansprüche verfallen zwar nicht sofort, geraten aber leicht in Vergessenheit.

So verwendest du den Kündigung Arbeitsvertrag (Arbeitnehmer)

  1. 1

    Felder ausfüllen

    Tragen Sie die Angaben zu den Vertragsparteien und zum Kündigung Arbeitsvertrag (Arbeitnehmer) in das Formular ein.

  2. 2

    Vorschau prüfen

    Sie erhalten sofort eine PDF-Vorschau. Prüfen Sie alle Angaben auf Richtigkeit.

  3. 3

    Digital unterschreiben lassen

    Sie senden einen Signatur-Link, die Gegenseite unterschreibt am Handy — rechtssicher nach eIDAS, ohne eigenes Konto für den Empfänger. Zum Versenden benötigen Sie ein KiwiSign-Konto mit Plan ab 19 €/Monat (30 Tage Geld-zurück-Garantie).

  4. 4

    Herunterladen oder teilen

    Die fertige PDF mit Audit-Trail steht sofort zum Download bereit oder kann per Link an die Gegenseite geschickt werden.

Bereit, den Kündigung Arbeitsvertrag (Arbeitnehmer) zu unterschreiben?

Ein Klick — wir erstellen die PDF und öffnen den Signier-Flow.

Ist dieser Vertrag digital unterschrieben rechtsgültig? →

Häufig gestellte Fragen

Kann ich meinen Arbeitsvertrag per E-Mail oder digital unterschrieben kündigen?
Nein. § 623 BGB schreibt die Schriftform vor und schließt die elektronische Form aus. Wirksam ist nur ein eigenhändig unterschriebenes Original, das dem Arbeitgeber zugeht. Nutze die Vorlage zum Ausfüllen, drucke das PDF aus und unterschreibe mit dem Stift.
Welche Kündigungsfrist gilt für mich als Arbeitnehmer?
Gesetzlich vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende (§ 622 Abs. 1 BGB), in der Probezeit zwei Wochen. Steht in deinem Arbeits- oder Tarifvertrag eine längere Frist, gilt diese — solange sie nicht länger ist als die Frist des Arbeitgebers. Maßgeblich ist der Zugang der Kündigung, nicht das Briefdatum.
Muss ich in der Kündigung einen Grund angeben?
Nein. Für die ordentliche Eigenkündigung braucht es keinen Grund und keine Begründung. Ein Grund ist nur bei der fristlosen Kündigung nach § 626 BGB nötig — und für die Agentur für Arbeit relevant, wenn du eine Sperrzeit vermeiden willst.
Wie weise ich nach, dass die Kündigung angekommen ist?
Am besten durch persönliche Übergabe mit datierter Empfangsbestätigung auf einer Kopie oder durch einen Boten, der den Einwurf bezeugen kann. Beim Postweg ist das Einwurf-Einschreiben sicherer als das Übergabe-Einschreiben, das bei Abwesenheit des Empfängers scheitert.

Ähnliche Vorlagen

Weitere kostenlose Vertragsvorlagen, die für Sie interessant sein könnten.

Rechtlicher Hinweis

Alle Vorlagen auf KiwiSign dienen ausschließlich als unverbindliche Muster und stellen keine Rechtsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) dar. Die Vorlagen ersetzen nicht die individuelle Beratung durch einen Rechtsanwalt, Steuerberater oder andere fachkundige Personen.

Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Muster wird keine Gewähr übernommen. Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung. Wir empfehlen, jedes Dokument vor der Verwendung von einer fachkundigen Person prüfen zu lassen, insbesondere bei rechtlich oder finanziell bedeutsamen Angelegenheiten.