Einseitige Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)
Einseitige Geheimhaltungserklärung zum Schutz vertraulicher Informationen einer Partei.
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Der Einseitige Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) im Wortlaut
Unverbindliches Muster · grüne Felder = PlatzhalterEINSEITIGE GEHEIMHALTUNGSVEREINBARUNG
zwischen
{{disclosing_name}}
Adresse der offenlegenden Partei
(nachfolgend "Offenlegende Partei")
und
{{receiving_name}}
Adresse der empfangenden Partei
(nachfolgend "Empfangende Partei")
§ 1 Hintergrund
Die Offenlegende Partei verfügt über vertrauliche Informationen, die sie der Empfangenden Partei zum Zweck Zweck der Offenlegung offenlegen möchte.
§ 2 Definition
Vertrauliche Informationen sind alle technischen, wirtschaftlichen, finanziellen oder sonstigen Informationen, die der Empfangenden Partei in mündlicher, schriftlicher oder elektronischer Form mitgeteilt werden.
§ 3 Verpflichtung
Die Empfangende Partei verpflichtet sich, vertrauliche Informationen
- streng geheim zu halten,
- ausschließlich für den vereinbarten Zweck zu verwenden,
- nicht an Dritte weiterzugeben und
- mit der Sorgfalt zu behandeln, die sie auf eigene vertrauliche Informationen anwendet.
§ 4 Ausnahmen
Die Verpflichtung gilt nicht für Informationen, die bereits öffentlich bekannt sind oder der Empfangenden Partei nachweislich vorher bekannt waren.
§ 5 Dauer
Die Geheimhaltungspflicht besteht für Geheimhaltungsdauer (Jahre) Jahre ab Unterzeichnung dieser Vereinbarung.
§ 6 Vertragsstrafe
Bei schuldhaftem Verstoß gegen diese Vereinbarung ist die Offenlegende Partei berechtigt, den entstandenen Schaden geltend zu machen.
§ 7 Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht. Gerichtsstand ist der Sitz der Offenlegenden Partei.
Ort, den Datum
Kein Copy-&-Paste nötig: Felder unten ausfüllen → fertige PDF laden → direkt digital unterschreiben (lassen). Kostenlos, ohne Kreditkarte. Muster ohne Rechtsberatung — Details im Hinweis unten.
Eine einseitige Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) schützt dich, wenn du einer anderen Seite Informationen anvertraust, die sie ohne Vertrag frei verwenden dürfte: Geschäftsidee, Kundenliste, Kalkulation, Quellcode. Seit dem Geschäftsgeheimnisgesetz ist eine NDA nicht mehr nur nützlich, sondern oft Voraussetzung dafür, dass ein Geheimnis überhaupt rechtlich geschützt ist.
Zuletzt fachlich geprüft: 02. September 2026
Einseitig oder gegenseitig — welche NDA passt?
Diese Vorlage ist einseitig: Nur die empfangende Partei verpflichtet sich zur Geheimhaltung. Das ist der richtige Zuschnitt, wenn die Information nur in eine Richtung fließt — du stellst einem Freelancer Kundendaten bereit, präsentierst einem potenziellen Partner ein Konzept oder gibst einem Dienstleister Einblick in interne Prozesse.
Tauschen beide Seiten vertrauliche Informationen aus, etwa bei einer Kooperation oder einem gemeinsamen Pitch, ist die gegenseitige NDA fairer und wird eher unterschrieben. Ein Hinweis aus der Praxis: Investoren und Venture-Capital-Gesellschaften unterschreiben in aller Regel keine NDA vor einem Erstgespräch; dort schützt dich nur, was du nicht erzählst.
Das regeln die sieben Paragrafen der Vorlage
So ist die Vereinbarung aufgebaut und darauf solltest du beim Ausfüllen achten:
- § 1 Hintergrund und Zweck: Der Zweck der Offenlegung ist entscheidend, denn die Information darf nur dafür genutzt werden. Formuliere ihn konkret („Prüfung einer Zusammenarbeit im Projekt X“), nicht allgemein.
- § 2 Definition: Die Vorlage nutzt eine weite Catch-all-Definition — alle technischen, wirtschaftlichen und finanziellen Informationen in jeder Form. Das ist praxisüblich; bei sehr sensiblen Informationen empfiehlt sich zusätzlich eine Kennzeichnung als „vertraulich“.
- § 3 Verpflichtung: Geheimhalten, nur zweckgebunden nutzen, nicht weitergeben, mit eigener Sorgfalt behandeln. Sollen Mitarbeiter oder Subunternehmer der empfangenden Partei Zugang bekommen, ergänze eine Weitergabe-Erlaubnis mit Verpflichtung dieser Personen.
- § 4 Ausnahmen: Öffentlich bekannte und nachweislich vorher bekannte Informationen sind ausgenommen. Üblich sind zwei weitere Ausnahmen, die du ergänzen kannst: unabhängig selbst entwickelte Informationen und gesetzlich oder gerichtlich angeordnete Offenlegungen.
- § 5 Dauer: Die Geheimhaltungspflicht läuft für die eingetragene Zahl von Jahren ab Unterzeichnung. Zwei bis fünf Jahre sind Standard; eine unbegrenzte Laufzeit ist bei vorformulierten Verträgen wegen der AGB-Kontrolle (§ 307 BGB) riskant und sollte auf echte Geschäftsgeheimnisse beschränkt bleiben.
- § 6 Vertragsstrafe und Schadensersatz: Die Vorlage sieht Schadensersatz bei schuldhaftem Verstoß vor. Eine feste Vertragsstrafe (§ 339 BGB) ist möglich und erspart dir den schwierigen Schadensnachweis — sie muss aber angemessen sein, sonst ist die Klausel unwirksam. Eine Alternative ist der „Hamburger Brauch“: Die Höhe wird im Verstoßfall nach billigem Ermessen festgelegt und ist gerichtlich überprüfbar.
- § 7 Schlussbestimmungen: Deutsches Recht und Gerichtsstand am Sitz der offenlegenden Partei. Beachte: Eine Gerichtsstandsvereinbarung ist nach § 38 ZPO nur zwischen Kaufleuten und juristischen Personen wirksam — mit Verbrauchern oder Kleingewerbetreibenden läuft sie ins Leere.
Warum die NDA seit dem Geschäftsgeheimnisgesetz wichtiger ist
Das Geschäftsgeheimnisgesetz (GeschGehG) schützt Informationen nur dann als Geschäftsgeheimnis, wenn der Inhaber „angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen“ getroffen hat (§ 2 Nr. 1 GeschGehG). Wer seine Kalkulation ohne jede Vereinbarung an Dritte weitergibt, kann sich später nicht auf den gesetzlichen Schutz berufen — die Information gilt dann rechtlich nicht mehr als geheim.
Eine unterschriebene NDA ist die klassische angemessene Maßnahme. Sie sollte deshalb vor der Offenlegung unterschrieben sein, nicht danach. Gerade hier zeigt sich der Vorteil der digitalen Unterschrift: Der Link geht raus, die Gegenseite unterschreibt in einer Minute am Handy, erst dann öffnest du die Unterlagen. Ein „Unterschreib es, wenn du Zeit hast“ führt in der Praxis dazu, dass Informationen ungeschützt fließen.
Typische Einsatzfälle für Freelancer und kleine Unternehmen
Die einseitige NDA gehört in diesen Situationen an den Anfang, nicht ans Ende:
- Vor dem Briefing eines Freelancers oder einer Agentur mit Kundendaten, Zugängen oder unveröffentlichten Produkten.
- Vor einem Pitch oder Angebot, in dem du Konzept, Preiskalkulation oder Lieferantenkonditionen offenlegst.
- Vor dem Zugang zu Quellcode, Rezepturen, Konstruktionsdaten oder Prozessdokumentationen.
- Bei Probearbeit oder Testphasen, in denen die andere Seite tiefer ins Unternehmen schaut als ein normaler Kunde.
- Beim Verkauf eines Unternehmens oder einer Beteiligung, bevor Interessenten den Datenraum sehen.
Typische Fehler bei Geheimhaltungsvereinbarungen
Aus der Beratungspraxis lassen sich die häufigsten Schwachstellen klar benennen:
- NDA erst nach dem Gespräch unterschrieben — die bereits offengelegten Informationen sind dann nicht erfasst, es sei denn, der Vertrag bezieht sie ausdrücklich rückwirkend ein.
- Zweck zu allgemein formuliert — die Gegenseite kann die Information für alles Mögliche verwenden.
- Unangemessen hohe Vertragsstrafe — führt zur Unwirksamkeit der Klausel, im Ergebnis stehst du ohne Strafe da.
- Keine Regelung zur Rückgabe oder Löschung der Unterlagen nach Ende der Zusammenarbeit.
- Nur ein Screenshot oder eine E-Mail-Zusage statt eines unterschriebenen Dokuments — im Streitfall schwer nachweisbar, wer wann zugestimmt hat.
Digital unterschreiben: der Normalfall bei NDAs
Eine NDA ist formfrei. Die einfache elektronische Signatur nach eIDAS genügt, und der Audit-Trail mit Zeitstempel und E-Mail-Verifikation belegt später eindeutig, dass die Vereinbarung vor der Offenlegung bestand. Fülle die Vorlage aus, sende den Signatur-Link an die empfangende Partei, und gib die Unterlagen erst frei, wenn das signierte PDF bei dir liegt.
So verwendest du den Einseitige Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)
- 1
Felder ausfüllen
Tragen Sie die Angaben zu den Vertragsparteien und zum Einseitige Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) in das Formular ein.
- 2
Vorschau prüfen
Sie erhalten sofort eine PDF-Vorschau. Prüfen Sie alle Angaben auf Richtigkeit.
- 3
Digital unterschreiben lassen
Sie senden einen Signatur-Link, die Gegenseite unterschreibt am Handy — rechtssicher nach eIDAS, ohne eigenes Konto für den Empfänger. Zum Versenden benötigen Sie ein KiwiSign-Konto mit Plan ab 19 €/Monat (30 Tage Geld-zurück-Garantie).
- 4
Herunterladen oder teilen
Die fertige PDF mit Audit-Trail steht sofort zum Download bereit oder kann per Link an die Gegenseite geschickt werden.
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